
Von null Plan zu null Bugs … naja, fast
Die Java-Grundausbildung ist ein wichtiger Teil der Lehre als Informatiker*in Applikationsentwicklung. Hier lernen die Lernenden Schritt für Schritt, wie man mit der Programmiersprache Java programmiert. Doch wie sieht diese Ausbildung im Alltag aus und was macht das Programmieren dabei so spannend?
Jeden Donnerstag besuchen die Lernenden Applikationsentwicklerinnen und Applikationsentwickler im ersten Lehrjahr die interne Java-Grundausbildung der BISON. Der Tag ist klar aufgebaut und verbindet Wiederholung, neue Inhalte und praktische Übungen.
Am Morgen starten sie damit, den Stoff vom letzten Mal nochmals anzuschauen. So können sie ihr Wissen festigen und offene Fragen klären. Danach lernen sie Neues kennen, zum Beispiel weitere Befehle oder wichtige Regeln der Programmiersprache. Oft werden diese direkt anhand von kleinen Beispielen erklärt, sodass der Bezug zur Praxis von Anfang an gegeben ist. Schritt für Schritt bauen sie so ihre Kenntnisse aus.
Am Nachmittag steht die Anwendung im Mittelpunkt. In Teams arbeiten die Lernenden an sogenannten Katas, also gezielten Übungsaufgaben zu bestimmten Themen. Dabei geht es nicht darum, komplette Programme neu zu schreiben, sondern bestehenden Code zu analysieren, zu verstehen und gezielt anzupassen. Durch die Zusammenarbeit im Team tauschen sie Ideen aus, diskutieren Lösungswege und profitieren voneinander.
Ein wichtiger Teil davon sind Tests, mit denen der Code automatisch überprüft wird. Am Anfang funktionieren diese oft noch nicht („rot“). Ziel ist es, den Code so zu überarbeiten, dass die Tests am Ende erfolgreich sind („grün“). Dadurch sehen die Lernenden direkt, ob ihre Lösung funktioniert.
Gearbeitet wird nach dem Prinzip „Make it work, make it clean“. Zuerst geht es darum, dass eine Lösung funktioniert. Danach wird der Code verbessert und vereinfacht. So lernen die Lernenden nicht nur, Probleme zu lösen, sondern auch sauberen und gut verständlichen Code zu schreiben.
Die Lernenden brauchen keine Vorkenntnisse mit Java oder Programmieren allgemein. Gerade das macht die Grundausbildung aus: Sie beginnt ganz am Anfang und führt die Lernenden Schritt für Schritt in die Grundlagen ein. So haben alle die gleichen Startbedingungen und können sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln.
Gearbeitet wird oft im Team. Besonders beliebt ist das sogenannte “Pair-Programming”. Dabei arbeiten zwei Lernende zusammen an einem Computer. Eine Person tippt den Code ein und die andere denkt mit, gibt Tipps und behält den Überblick. Die Rollen werden regelmässig gewechselt. So lernt man voneinander und kommt gemeinsam schneller weiter.
Begleitet wird die Ausbildung von zwei erfahrenen Softwareentwicklern der BISON. Sie vermitteln die Theorie verständlich, bringen Praxisbeispiele ein und unterstützen die Lernenden, wenn sie nicht weiterkommen. Gleichzeitig ermutigen sie dazu, eigene Lösungswege auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen.
Die Java-Grundausbildung bietet den Lernenden einen praxisnahen Einstieg in die Welt des Programmierens. Das Gelernte hilft ihnen später sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Gleichzeitig legen sie eine wichtige Grundlage für ihre weitere Entwicklung in der Informatik.